Der Förderverein „Deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum“ blickt auf eine lange Geschichte zurück. Den inhaltlichen Grundstein legten bereits seit 1924 die Mitglieder der „Marine-Luftschiffer-Kameradschaft“ (MLK), die eine Vielzahl von Erinnerungsstücken und Archivalien bewahrten und detailliert die Geschichte ihres Einsatzes im Ersten Weltkrieg dokumentierten. Teile des Archivs gingen im Zweiten Weltkrieg durch Bombenschäden verloren, doch 1960 eröffnete die MLK auf dem Hamburger Flughafen ein kleines Museum. So entstand bis in die 1990er Jahre ein unvergleichlicher Wissensschatz, der einen wichtigen Grundpfeiler der Museumssammlung bildet. Nachdem bereits 1967 beim Nordholzer Marinefliegergeschwader 3 ein Traditionsraum mit Exponaten der MLK eingerichtet worden war, kann man die Eröffnung des „Marine-Luftschiff-Museums“ auf dem Geschwadergelände in Nordholz 1991 als Geburtsstunde des AERONAUTICUM bezeichnen. Dem vorausgegangen war 1987 die Gründung eines Vereins durch luftfahrtbegeisterte Enthusiasten, die die Bedeutung des Ortes Nordholz als größtem Standort deutscher Marineluftschiffe im Ersten Weltkrieg der Öffentlichkeit nahe bringen wollten. Das AERONAUTICUM – seit 1997 am Peter-Strasser-Platz – befindet sich auf historischem Boden und hat mit dem Marinefliegerstützpunkt einen Nachbarn, der die Tradition der Marineluftfahrt seit 1964 weiterführt. Dementsprechend wurde die thematische Ausrichtung des Museums auch um den Bereich „Marineflieger“ erweitert, was sich in der Namensänderung „Deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum“ 1997 dokumentierte.
Seit Dezember 2012 befindet sich ein Luftfahrzeug des Typs Arado Ar 196 A-5 bei den Marinefliegern in Nordholz. Das Flugzeug ist eine Leihgabe des amerikanischen National Museum of Naval Aviation (NMNA) in Pensacola (Florida) und wurde anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Marineflieger“ überstellt.
Mit der Leihe verknüpft ist eine Vereinbarung, die die Restaurierung des Flugzeugs und die anschließende Ausstellung im Deutschen Luftschiff- und Marinefliegermuseum AERONAUTICUM vorsieht. Infolge der Neuaufstellung der Marineflieger in Nordholz im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr in den Jahren ab 2012 wurden die Möglichkeiten der Marine zu einer eigenständigen Restaurierung der Ar 196 deutlich eingegrenzt.
Auch eine Restaurierung unter Federführung des AERONAUTICUM erwies sich aufgrund innerbetrieblicher inhaltlicher und finanzieller Konsolidierungsmaßnahmen als nicht möglich.
Auf Initiative des Kommandeurs des Marinefliegerkommando Kapitän zur See Detlefsen entstand Ende 2015 im Verbund mit interessierten ehemaligen Soldaten und Luftfahrtinteressierten der Gedanke, einen Förderverein zu gründen, der die Aufgabe der Arado 196–Restaurierung übernimmt. Nach einigen vorbereitenden Gesprächen in der ersten Jahreshälfte wurde der Förderverein Arado 196 am 23. Juni 2016 in Nordholz gegründet.
18 Gründungsmitglieder unterzeichneten die Satzung des Vereins. In den Monaten danach folgten die Eintragung im Vereinsregister des Amtsgerichts Tostedt und der Bescheid der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt Wesermünde.
Der Verein hat inzwischen die Arbeit aufgenommen und die notwendigen Arbeitsgruppen wurden gegründet. Hierzu gehören die Projektgruppen für Recherche, Werkstatt und Betrieb sowie Grundlagen und Dokumentation. Viel ist zu tun und Ihre persönliche Unterstützung kann an dieser Stelle einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt des Projektes leisten.